Qualifizieren Sie Ihre TrainerInnen und Trainings!

Ich hatte vor kurzem das fragliche Vergnügen, an einem klassischen Produkttraining teilzunehmen. Der Trainer, ein grandioser Techniker, versuchte sicher sein Bestes. Er als Experte zeigte am Bildschirm vor, sprach in seiner Sprache und beendete das Training einen halben Tag früher, weil alles durchgenommen wurde. Ich als Teilnehmerin fühlte mich nach einer guten halben Stunde überfordert, da ich ihm nicht mehr folgen konnte und ich gar keine Chance hatte, meine Bedürfnisse, Anliegen und Erwartungen anzusprechen und einzubringen. Ich versuchte so gut wie möglich, seinen Anweisungen am Bildschirm zu folgen, war aber nie dort, wo ich sein sollte.

Diese Erfahrung zeigte mir klar und deutlich, dass im technischen Training großes Verbesserungspotential vorhanden ist. In üblichen Trainingskonzepten steht oft das Produkt an erster Stelle und es kommen damit die Beziehungen zwischen TrainerIn und TeilnehmerInnen zu kurz. Der Ansatz: der Trainer ist der Experte, weiß alles und geht so vor, wie es für ihn am besten ist, sollte meines Ansicht nach der Vergangenheit angehören.

Wie in so vielen Bereichen unseres Lebens geht es um die Beziehung zwischen Menschen, die richtige Lernumgebung, klare Strukturen und Spaß, um erfolgreiches Lernen zu ermöglich. Vom Learning „by listening“ zum „learning by doing“ (erleben statt erzählen), authentische Trainingsmethoden und Vielfalt und Fragen sind erwünscht. Das von mir entwickelte DU-Modell setzt genau dort an.

  • “Learning by doing” statt “learning by listening” (erleben statt erzählen)
  • Authentische Methoden für die TrainerInnen
  • Auch ein Trainer darf Schwächen zeigen, Fragen müssen nicht immer sofort beantwortet werden
  • Entwicklung der Persönlichkeit statt demotivierender Frust
  • Selbstorganisation schafft Zeit für eine gute Trainingsvorbereitung
  • Spaß statt Langeweile für TrainerInnen und TeilnehmerInnen
  • Geänderte Einstellung: Trainings sind die Kür statt eine zeitraubende Pflicht